Psychologische Tipps im Umgang mit der Häuslichen Isolation

Diese Zeit mit den Ausgangsbeschränkungen ist für uns alle eine Herausforderung...Ich habe Ihnen ein paar Tipps zusammengefasst, mit denen diese Herausforderung möglichst klein bleibt...

Meine Praxis ist über Skype und Telefon "geöffnet". Sie können mich gerne für ein Gespräch kontaktieren...

Allgemeine Tipps

Halten Sie eine Tagesstruktur bei, d.h. stehen Sie morgens zur gleichen Zeit auf, machen Sie sich auch für den Tag zu Hause zurecht (vielleicht probieren Sie auch einmal neue Styles oder Frisuren aus-der Morgenstress mit diesen gemeinen Zeitlöchern fällt ja derzeit weg) und planen Sie Tätigkeiten über den Tag verteilt.

Nehmen Sie sich Zeit für (Video-)Telefonate mit Familienmitgliedern (die sie mögen :-) und Freunden (die Ihnen gut tun).

Machen Sie auch zu Hause Bewegung und Sport und halten (planen) Sie den Medienkonsum in einem normalen Maß.

Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken und Ressourcen - diese gehen auch in diesen schwierigen Zeiten nicht verloren, im Gegenteil, sie treten oftmals in schwierigen Zeiten viel mehr hervor!

Tipps für uns Eltern - wie unser Geduldsfaden möglichst lange bleibt

"Kinder sind Besucher von einem anderen Planeten".  Wir Erwachsenen müssen ihnen unsere Welt erst erklären...und das erfordert Geduld (erkennen Sie sich in dem Satz "muss ich dir das 100 Mal sagen")

Durch die derzeitig eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Home Office (wurde bestimmt von jemanden erfunden, der keine Kinder hat) wird der eigene Geduldsfaden etwas kürzer. Umso wichtiger ist es, dass wir Eltern unsere Geduld behalten.

 

Prüfen Sie immer wieder die Länge Ihres Geduldsfadens und nehmen Sie sich auch bewusste Auszeiten. Rückzugsmöglichkeiten sollten für jedes (!) Familienmitglied möglich sein.  Kinder bekommen viele Informationen und Stimmungen/Gefühle mit - gehen Sie in dieser Zeit besonders auf die Fragen und Bedürfnisse der Kinder ein (aber auch auf Ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse). Viel Lob und Zuspruch tut immer gut. Menschen brauchen Zuwendung, Anerkennung und Wertschätzung so notwendig, wie die Luft zum Atmen.

 

Für Kinder ist eine gewohnte Tagesstruktur wichtig. Planen Sie mit ihren Kids gemeinsame Aktivitäten, Lern- und Freizeiten ein.  Auch mit Kindern können tolle Projekte altersgerecht geplant werden (z.B. eine Planetenwoche, in denen Planeten  und Raketen - genug Klopapierrollen sollten im Umlauf sein - gebastelt werden, Bücher dazu gelesen werden und am Schluss entsteht vielleicht auch noch ein Planetenkuchen etc...).  Jedes Familienmitglied kann dabei seine Stärken einbringen. So vermeiden Sie vielleicht Spannungen in der Familie, in denen Sie Ihre eigentlich Geliebten Familienmitgliedern "auf den Mond schießen könnten".

 

Zu guter Letzt - pflegen Sie die Kommunikation und halten Sie es dabei nach dem Motto "Wer einen anderen Menschen verstehen will, muss hören, was er meint, nicht nur, was er sagt".

 

Wenn die Langeweile kommt...

Planen Sie konkrete Projekte  (die Sie vielleicht eh schon länger aufgeschoben haben "wenn ich einmal Zeit habe") und nehmen Sie sich täglich eine schöne Aktivität vor, sodass Sie schon morgens beim Aufwachen eine Vorfreude darauf verspüren. Halten Sie soziale Kontakte über (Video-) Telefonate mit Personen, die Ihnen gut tun aufrecht...

Positive Aktivitäten in Form von Sport, Hobbys etc. tun uns immer gut. Probieren Sie doch auch Neues aus (falls es nicht klappt, es sieht Sie im Moment eh keiner). Positive Aktivitäten heißt nicht, dass Sie wie ein "Durazell-Häßchen" herumhüpfen müssen, auch eine Entspannungsübung oder Atemübungen zählen dazu und bewirken sehr viel!

Diese Zeit kann eine bewusste Veränderung zu mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge sein. Vielleicht überraschen Sie sich ja selbst!


 Mag. Ingrid Dick

 

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)

Schematherapeutin in Ausbildung unter Supervision

 

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